Haushaltskonsolidierung, Risiko- und Finanzcontrolling

Kommunale Haushaltskonsolidierung und risikoorientiertes Finanzcontrolling waren schon immer herausfordernd. Änderungen an der Aufbau- oder Ablauforganisation, falsche Bedarfsschätzungen, unfinanzierbare Invesitionspläne vor dem Hintergrund eines insgesamt gestiegenen Ausmaßes an Unsicherheit (=Risiken aller Art)  erschweren verlässliche Planansätze. Zu den Rahmenbedingungen gehören außerdem


(1)   das (sich laufend ändernde) Haushaltsrecht und die vorgegebenen Haushaltseckwerte,

(2)   stark schwankende Finanzausgleichsmittel (z.B. GFG NRW) und zumeist bürokratische Förderprogramme,

(3)   aktuelle und mittelfristige Konjunktur- und Zinsprognosen, Steuerschätzungen usw.

(4)   schwer kalkulierbare Bau-, Energie- und Personalkostensteigerungen sowie

(5)   lokale Sozial- bzw. Arbeitsmarktentwicklungen mit Wirkungen auf die Transferausgaben.


Das alles muss ebenso wie eventuelle Auflagen der Kommunalaufsicht oder haushaltsbezogene Sparkonzepte der Politik berücksichtigt werden. Grundlagen unserer Modelle sind vor diesem Hintergrund


  1. Eine wirksame Haushaltsüberwachung seitens der Verwaltung, d.h. ein wirksames Controllingverfahren, eine wirksame Risikosteuerung und wirksame (Haushalts-)Kontrollen,
  2. Eine integrierte Finanzsteuerung: Nach dem Modell der KGST (Köln) und der GPA NRW sollen Controlling, Risikomanagement (siehe das Konzept der GPA NRW aus 2015) und Internes Kontrollsystem (IKS) eine Einheit bilden. Das bedeutet, dass die Haushaltskonsolidierung, die interne Risikoüberwachung und das finanzwirtschaftliche IKS (=internes Kontrollsystem) operativ verknüpft sein sollten (="integrierte Finanzsteuerung"). Beispiel: Eine Sparmaßnahme ist keine Sparmaßnahme, wenn dadurch lediglich Instandhaltungsmaßnahmen verschoben und das Risiko eines Straßen- oder Gebäudeschadens überproportional erhöht werden. Dann wird aus einer Sparmaßnahme eher eine "Schadensmaßnahme" (siehe das aktuelle Brückenproblem in ganz Deutschland - was nützt da eine "schwarze NULL" im Bundeshaushalt?). Diesem Konzept schließen wir uns ausdrücklich an! Dafür müssen aber die Risiken erfasst und bewertet sowie die Umsetzung von Maßnahmen kontrolliert werden.
  3. Datengetriebene Unterstützung der Entscheidungsfindung (Decision Support Systeme/DSS): vor Ort sollten Entscheidungen mit neuesten Tools & Techniken unterstützt werden, d.h. Einsatz von digitalen Hilfsmitteln wie analytischer Spezialsoftware, individuellen Datenmodellen und modernen Visualisierungstechniken. Dafür braucht es/setzen wir die entsprechenden Datenkompetenzen voraus, z.B. durch Dateninventuren, Excel-Kenntnissen und Toolseinsatz (z.B. IDEA/ACL, XLRisk, KNIME, ProM Lite 1.4, KNIME, Python, R-Studio usw.). Auf dem Weg dorthin können unsere Schulungsmaßnahmen wirksam zum Erfolg beitragen.


Vor diesem Hintergrund bieten unsere risikoorientierten Haushaltsmodelle beispielsweise folgende fortgeschrittene Lösungsansätze:
 

  • Prozess- und Strukturoptimierung auf Basis von Process und Data Mining Modellen,
  • Haushaltsorientierte Zeitreihenanalysen mit Risikobewertung,
  • Haushaltsorientierte Zielwert- und/oder Szenarioanalysen
  • Haushaltsorientierte Simulationsmodelle (sog. "Ensemblemodellierung")
  • vollintegrierte risikoorientierte Haushaltsplanmodelle
  • Haushaltsorientierte Stress-Tests (=Belastungstests), z.B. als Überschuldungstest für Zwecke der HSK-Genehmigung nach § 84 Abs. 2 S. 3 GO NRW.


Hinzu kommen Controlling-Bestandsaufnahmen mit Beurteilung der Güteklasse des aktuellen Controllingverfahrens nach dem Gartner´schen Reifegradmodell, risikoorientierte SWOT-Analysen, Prozess-Schwächenanalysen mit ProM-Techniken, Verbesserung von Haushaltsprognosen (v.a. mittelfristige Ergebnisprognosen u.Ä.). 


Wir setzen unsere Lösungen unter Verwendung von automatisierbaren Tools und Techniken ("ATT") um. Unsere Modelle basieren zunächst und überwiegend auf EXCEL (einschließlich bestimmter Add Ons) und können falls erforderlich mit skriptbasierten Modellen (z.B. mit KNIME oder Python) vertieft werden. Die Modelle sind deshalb in der Regel mit vorhandenen Bordmitteln und Kapazitäten umsetzbar. Dabei werden durchschnittliche Excel-Kenntnisse vorausgesetzt. Bei Interesse kontaktieren Sie uns gerne hier für ein erstes Gespräch.

Unsere Angebote zu Haushaltskonsolidierung und Finanzcontrolling

Aktuelle Schulungen zum Thema Haushaltsplanung und Finanzcontrolling

  • DatenanalytischePlanungsoptimierung (GoP)
  • HSK-Potenzialanalyse (Aufgabenkritik) mit Analysesoftware & digitalen Techniken
  • Optimierungsmodelle mit Komponentenansatz
  • Mittelfristige Haushaltsoptimierung
  • EK-Stresstests mit Datenanalysen

Für mehr Informationen zu den Schulungen besuchen Sie die Seite unserer Schulungen.

Online-Training zu folgenden Themen:

  • Einrichtung von Excel-basierten Controllingsystemen
  • Einrichtung von Excel-basierten IKS
  • Einrichtung von Excel-basierten Risikomanagementsystemen

Mit unserem Online-Training können Sie Ihre in Schulungen oder anderswo erworbenen 

Kenntnisse und Fähigkeiten einüben und  vertiefen. In kurzen Arbeitsblöcken mit überschaubarem Zeitaufwand (i.d.R. 90 Min./Woche) verfestigen wir Ihre neu erworbenen Techniken und trainieren deren praktische Anwendung durch Praxisbeispiele und Fallstudien. Gerne auch mit Materialien aus Ihren eigenen Umfeld. 

Unsere Beratungsleistungen rund um Haushaltsoptimierung und Finanzcontrolling

  1. Unterstützung bei der Bestandsaufnahme des örtlichen Finanzcontrollingverfahrens
  2. Beurteilung der Ordnungsmäßigkeit des örtlichen Finanzcontrollingverfahrens
  3. Beurteilung der Wirksamkeit des örtlichen Finanzcontrollingverfahrens
  4. Unterstützung bei der Fortentwicklung des örtlichen Finanzcontrollingverfahrens
  5. Einführung eines teilautomatisierten Finanzcontrollingverfahrens
  6. Einführung oder Aktualisierung von Haushaltsprognoseverfahren
  7. SWOT-Analyse des Finanzcontrollingverfahrens
  8. Einführung von Planungsverfahren mit Techniken der Massendatenanalyse
  9. Einführung von stochastischen Planverfahren für Haushaltsplanungen
  10. Einführung von Haushaltsplanungen mit Szenario- und Sensitivitätstechniken
  11. Einführung von Verfahren der HSK-Prävention im allgemeinen Planungsverfahren
  12. Einführung von Verfahren der risikoorientierten Haushaltskonsolidierung

Mehr zu diesen Angeboten

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